Alphacool Heatmaster
In diesem Artikel nehmen wir Alphacools Heatmaster unter die Lupe. Hierbei handelt es sich um ein Steuer- und Überwachungsgerät, welches vor Allem für wassergekühlte Systeme ausgelegt ist.


In letzter Zeit fällt immer mehr auf, dass die Wasserkühlung alleine etwas langweilig geworden ist. Viele wollen sie gleich individuell optimieren, wie beispielsweise die Lüfter runter regeln, die Pumpe drosseln und Temperaturen auslesen.
All dies soll der Heatmaster aus dem Hause Alphacool ermöglichen, eine Kombination von Überwachungs- und Steuergerät darstellen. Doch wie gut lässt sich dies realisieren? Kann man bei einer Investition von 40€ , was sehr günstig in dieser Produktklasse ist, etwas falsch machen?
Lieferumfang
Die Originalverpackung verrät bereits, was sich im Karton befindet.
Im Lieferumfang befindet sich alles, was für die Inbetriebnahme des Heatmasters notwendig ist. Eine Anleitung, sowie eine Software CD suchten wir vergebens. Jedoch wurden wir sofort auf der Alphacool Homepage fündig (aktuelle Software und Manuals in den gängigen Sprachen).
Hier nochmal eine Auflistung des standardmäßigen Lieferumfangs :
3x Thermosensor 2pin/Buchse
1x Verlängerungskabel 12V/3pin/Stecker auf 12V/3pin/Buchse (Lüfterverlängerungskabel 60cm)
1x Mainboardanschlusskabel Tachosignal
1x USB 2.0 Anschlusskabel Stecker B auf Pfostenanschluss 40cm
1x Klettband 107×85 mm beidseitig klebend
1x Notauskabel 2 PIN Buchse auf 2 PIN Buchse
weitere Kabelsätze, wie ein Heatmaster Optionskit und Pumpenadapter sind bei Aquatuning gegen einen geringen “Aufpreis” erhältlich.
Verarbeitung
Der Heatmaster besteht aus Kunststoff, die Front aus Aluminium. Dies soll eine einfache Montage via Klettband fördern (besserer Halt) und sieht gleichzeitig noch gut aus (wenn man das Gerät beispielsweise irgendwo aufstellen will)
Es fällt sofort auf, dass der Heatmaster etwas kleiner als ein 5,25″ Schacht ist (spätestens dann wenn man ihn vor eine Blende hält). Die Platine wurde mit den benötigten Bauteilen auf engstem Raum bestückt – wohl sehr sorgfältig da sie sehr sauber verarbeitet ist.
Der ein oder andere wird sich jetzt fragen: hat das Gerät kein Display? Nein der Heatmaster besitzt kein Anzeigedisplay wie man es von anderen Geräten dieser Sorte gewohnt ist, sondern besteht lediglich aus der Platine.
Anschlussmöglichkeiten
Gehen wir von folgendem Bild von links nach rechts vor
Ganz links befindet sich der Stromanschluss ans Netzteil ( 4Pin).
Darauf folgen 4 Lüfteranschlüsse (FAN1 kann auch zur Pumpensteuerung verwendet werden) die bis zu 24W pro Kanal zulassen sollen. Direkt daneben befindet sich der Anschluss für das Tachosignalkabel eines Durchflussmessers (Flow Anschluss)
Direkt darunter erblickt man den Mainboard Anschluss, welcher vor Allem für Alarm und Überwachung des Mainboards dienen soll. Eine Verbindung zum CPU FAN Anschluss sollte dabei hergestellt werden.
Gehen wir weiter nach rechts. Es folgen 5 Thermosensor Anschlüsse und der Alarmbuzzer, welcher mit einem Speaker bestückt werden sollte.
Darauf folgend finden wir den Relaisanschluss vor (der etwas größere schwarze).
Kommen wir nun zu einem wichtigen Anschlussteil, dem Powerswitch bzw. Not-Aus. Er wird mit dem Power Anschluss des Computers verbunden und soll bei Alarm den Rechner ausschalten.
Der letzte Anschluss ist der USB Anschluss zum Verbinden mit dem Mainboard.
Installation & Steuerung per Software
Wenn alle benötigten Kabel angeschlossen sind, kann man zur Installation übergehen. Die Software ist auf der Alphacool Homepage beziehbar.
Erst sollte man im Gerätemanager die Treiber des Gerätes aktualisieren (findet man im Archiv das man bei Alphacool heruntergeladen hat). Danach kann man schon die Software installieren und das Gerät sollte erkannt werden.
Nun kann man den Heatmaster seinen Wünschen entsprechend konfigurieren.
Man kann beispielsweise die kritischen Temperaturen eintragen wann der Alarm eintreten soll, oder die Lüftergeschwindigkeit. Es lässt sich selbstverständlich auch so einiges auslesen (Temperaturen, Durchfluss, Lüfterdrehzahlen).
Im unteren Bereich (unter den Drag&Drop Objekten) befindet sich der Steuerungsbereich. Es lassen sich Drehzahl, Leistung in % und die kritischen Temperaturen manuell einrichten.
Um die Ausgewählten Komponenten jetzt im Diagramm darzustellen genügt das verschieben des Icons in den oberen Bereich (rechts neben dem Diagramm). Dort befinden sich alle Geräte die im Diagramm veranschaulicht werden.
Beim Heatmaster werden alle Werte in einem Diagramm dargestellt. Die Farben sind individuell anpassbar. Die anzuzeigenden Elemente gelangen einfach per Drag & Drop ins Diagrammfenster.
Nach dem Speichern werden die Werte bis zur nächsten Veränderung im Programm übernommen.
Fazit
Alphacools Heatmaster bietet technisch gesehen alles, was man zum Steuern und Überwachen eines Rechners braucht. Sogar eine Laing lässt sich kinderleicht runter regeln (was bei Konkurrenzprodukten erst seit kurzem möglich ist und meist einen Aufpreis erfordert).
Wie man was anschließt ist sehr simpel erklärt und bedarf keiner großen Vorkenntnisse. Die Software ist übersichtlich aufgebaut, denn man hat alles in einem Blick.
Als durchaus positiv kann man also folgendes erwähnen:
- günstig in der Anschaffung (ca. 40€) soviel kostet meist schon allein die Laing Steuerung
- sehr kompakt in den Ausmaßen
- beinhaltet alles was man benötigt
Leider gibt es aber auch ein paar Kritikpunkte:
- die sich im Lieferumfang befindlichen Kabel sind etwas zu kurz geraten
- Montage via Klettband etwas unprofessionell. Vor Allem das entfernen nach einiger Zeit hinterlässt wahrscheinlich unschöne Spuren im Gehäuse.
Als neutral sehen wir das nicht vorhandene Display an, denn brauchen tut man es eigentlich nicht es wäre nur ein nettes zusätzliches Feature gewesen.
Da der Heatmaster für seinen Anschaffungspreis sehr viel bietet können wir ihm eigentlich nur den Preis/Leistungs Award verleihen. Er hat ihn sich definitiv verdient!
Zum Abschluss möchten wir nochmals Aquatuning für die Ermöglichung des Tests danken!















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